Hertha Berlin hat sich dank starker Nerven im Elfmeterschießen für die zweite Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Die Mannschaft setzte sich beim 1. FC Saarbrücken mit 5:3 nach Elfmeterduell durch und sicherte sich damit eine Prämie von 423.772 Euro. Torwart Marius Gersbeck parierte zwei Strafstöße, während Josip Brekalo, Pascal Gechter, Fabian Schuler und Haris Sessa alle ihre Versuche verwandelten.
Die erfolgreiche Vorbereitung war kein Zufall. Laut Sportdirektor Benjamin Weber leistete das Trainerteam, insbesondere Torwarttrainer Andreas Menger, einen großen Job. Menger sprach vor dem entscheidenden Moment lange mit Gersbeck und bereitete ihn auf die gegnerischen Schützen vor. Bereits im Trainingslager wurde intensiv am Torwartverhalten bei Strafstößen gearbeitet. Trainer Stefan Leitl hatte die Schützen frühzeitig festgelegt, um Verantwortung klar zu verteilen. Fünfter Schütze wäre Oluwaseun Adewumi gewesen, der aber nicht mehr antreten musste.
Marius Gersbeck war der Held des Tages. Der 26-Jährige, der drei Jahre lang die Nummer zwei hinter Tjark Ernst war, hielt nicht nur im Spiel zwei Großchancen, sondern später auch die Elfmeter von Luca Pick und Tim Brünker. „Er hat ja eine lange Zeit als Nummer 2 hinter sich. Und deswegen gebührt ihm da natürlich ein Riesenlob und Glückwunsch!“, sagte Benjamin Weber über den Keeper. Gersbeck selbst genießt seine neue Rolle. „Es macht einfach Spaß auf dem Platz. Das ist natürlich ein besonderes Gefühl“, erklärte er. Sein Traum ist es, irgendwann im Finale im heimischen Olympiastadion zu stehen.
Der Einzug in die nächste Runde ist ein wichtiger finanzieller und sportlicher Erfolg. Die Prämie von über 423.000 Euro kommt dem Klubhaushalt zugute. Zudem baut der Sieg nach dem enttäuschenden Pokalaus im letzten Jahr Selbstvertrauen auf. Damals schied Hertha im Viertelfinale nach Elfmeterschießen gegen den SC Freiburg aus. Die aktuelle Mannschaft zeigt mit diesem Erfolg mentale Stärke. Die nächste Aufgabe wartet bereits: In der 2. Bundesliga steht am Wochenende ein Auswärtsspiel beim FC St. Pauli an, wie der Spielplan zeigt. Die Mannschaft liegt derzeit auf dem vierten Tabellenplatz, wie die Tabelle verrät.
Der Traum vom Finale im Olympiastadion lebt. Die Auslosung für die zweite Pokalrunde findet am kommenden Wochenende statt. Hertha kann auf jeden Gegner treffen, von Regionalligisten bis zu Bundesligaklubs. Die intensive Vorbereitung auf Elfmetersituationen wird auch für künftige Duelle wichtig sein. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie unter Druck bestehen kann. Weitere Informationen zur Zusammensetzung des Teams finden sich auf der Kader-Seite. Der Fokus liegt nun auf der Liga, bevor der Pokal im Oktober wieder auf dem Programm steht.
