Hertha Berlin führt die 2. Bundesliga-Tabelle an, nachdem das Team vier Siege in Folge eingefahren hat, ein Erfolg, der zuletzt 2013 erreicht wurde. Geschäftsführer Peter Görlich erklärte im Gespräch mit Bild Sport, dass der Klub trotz dieses Aufschwungs noch lange nicht sein Ziel erreicht hat.
Görlich betonte, dass Hertha Berlin nicht mehr in einem lebensbedrohlichen Zustand sei, aber auch noch nicht geheilt. „Der Klub ist nicht mehr in einem lebensbedrohlichen Zustand, aber auch noch nicht geheilt“, sagte der 59-jährige Geschäftsführer. Er warnte davor, „aufzuhören, jeden Stein umzudrehen“, und forderte, Werte aufzubauen sowie Transfererlöse zu generieren. Gleichzeitig müsse man sich „nicht zu Tode sparen“ und das System Hertha BSC müsse sich „gemeinschaftlich konsolidieren, nicht nur in einem Bereich“.
Görlich erklärte, dass das Team ein klar formuliertes Zielbild habe, wo es hinmöchte, und dass man derzeit bei 40 Prozent dieses Bildes stehe. „Wir haben ein Zielbild formuliert, wo wir hinmöchten. Da sind wir aktuell bei 40 Prozent“, sagte er. Trotz des schmaleren Kaders durch 16 Abgänge und nur vier Neuzugänge habe die Eigenverantwortung jedes Spielers zugenommen, was psychologische Sicherheit schaffe. „Jeder merkt, dass er gebraucht wird, und spürt trotzdem, dass er nichts weglassen darf, weil sonst ein anderer reinkommt“, fügte Görlich hinzu.
Und die Spieler hätten einen Raum gefunden, den sie zuvor nicht gehabt hätten. Er lobte die Mannschaft für ihren klaren Plan und ihren Mut. Der 49-jährige Chef-Coach Stefan Leitl, dessen Vertrag bis 30. Juni 2027 läuft, soll nach der Hinrunde über eine Vertragsverlängerung diskutiert werden, die Gespräche finden in der Rückrunde statt. Görlich versprach keine „rosaroten Landschaften“, betonte aber, dass Hertha Berlin einzigartige Möglichkeiten habe, wenn es seine Hausaufgaben mache und eine nachhaltige Leistungskultur etablieren würde.
Görlich gab zu, dass die Realität an manchen Stellen schlechter gewesen sei als erwartet und dass sie weiterhin so sei, dass der Klub „nicht aus dem Vollen schöpfen könne“. Diese Möglichkeiten, so Görlich, müssten in der Realität geschaffen werden, sie könnten nicht einfach gewünscht oder erhofft werden. Hertha Berlin bereitet sich derzeit auf das nächste Spiel vor, das laut unserem fixtures Kalender am kommenden Samstag gegen einen direkten Konkurrenten stattfindet.
