Hertha Berlin hat in einem denkwürdigen 2. Bundesliga‑Spiel gegen Preußen Münster mit 1:0 gewonnen. Der Sieg fiel in der Nachspielzeit nach einem Elfmetertor, das durch ein ungewöhnliches VAR‑Drama geprägt war.

Ein maskierter Fan drang während der Partie in den gesicherten Bereich ein und zog den Stecker des VAR‑Monitors ab. Der Schiedsrichter konnte die Elfmeterszene daher nicht vor Ort überprüfen. Die VAR‑Zentrale in Köln bestätigte jedoch das Foul an Michael Cuisance durch Niko Koulis, woraufhin Martin Winkler in der 90+3. Minute den entscheidenden Treffer erzielte.

Laut Berichten der Bild protestierte der Fan mit einem Transparent gegen den VAR‑Einsatz. Die Unterbrechung zwang die Offiziellen, die Entscheidung ausschließlich über die Fernanalyse zu treffen. Der Vorfall wirft Fragen zur Stadion‑Sicherheit auf, und der DFB wird den Zwischenfall prüfen.

Durch den 1:0‑Erfolg kletterte Hertha Berlin auf den sechsten Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Mit zehn Punkten Rückstand auf Tabellenführer Schalke 04 bleibt der Kampf um die Aufstiegsplätze spannend. Preußen Münster könnte aufgrund des Sicherheitsversagens mit disziplinarischen Maßnahmen rechnen.