Hertha Berlin hat sich mit einem nervenaufreibenden Erfolg im DFB-Pokal für die nächste Runde qualifiziert. Der Zweitligist setzte sich beim Drittligisten 1. FC Saarbrücken erst im Elfmeterschießen mit 5:3 durch, nachdem es nach 120 Minuten 1:1 gestanden hatte.

Torwart Marius Gersbeck wurde mit zwei gehaltenen Strafstößen zum Matchwinner. „Wir sind alle erleichtert“, sagte Gersbeck nach dem Spiel. „So ein knappes Spiel ist sehr belastend für alle. Umso schöner ist es, wenn du dann als Gewinner hier rausgehst.“ Hertha hatte die Führung durch Paul Seguin in der 69. Minute errungen, ehe Philip Fahrner in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit den Ausgleich für Saarbrücken erzielte.

Im entscheidenden Duell vom Punkt zeigte Gersbeck starke Nerven. Er parierte die Versuche von Luca Kerber und Lars Brünker. Auf Seiten der Berliner verwandelten Josip Brekalo, Linus Gechter, Luca Schuler und Fabian Sessa sicher. Dieser Erfolg steht im Kontrast zum Pokalaus der Vorsaison, als Hertha im Viertelfinale ebenfalls im Elfmeterschießen, damals gegen Freiburg, scheiterte. Die aktuelle Bilanz in der 2. Bundesliga zeigt unterdessen sieben Punkte aus den ersten vier Spielen, was Platz sechs in der Standings bedeutet.

Hertha begann die Partie im ausverkauften Ludwigsparkstadion dominant und kam früh zu Chancen. Jon Dagur Thorsteinsson, der für den zu Anderlecht gewechselten Marten Winkler in die Startelf rückte, traf in der ersten Hälfte die Latte. Auch in der zweiten Halbzeit blieben die Berliner das aktivere Team, vergaben aber weitere klare Möglichkeiten. Trainer Stefan Leitl sah zwischenzeitlich eine gelbe Karte. Die statistische Überlegenheit war deutlich, doch der entscheidende Treffer wollte lange nicht fallen. Einen Überblick über die aktuellen Leistungsdaten der Mannschaft bietet unsere Stats Seite.

Der Weiterzug im DFB-Pokal ist ein wichtiges psychologisches Signal für die Mannschaft von Stefan Leitl. Nach den Enttäuschungen der vergangenen Jahre bleibt damit ein weiterer Wettbewerb für ehrgeizige Ziele erhalten. Der Kader, den Sie auf unserer Squad Seite einsehen können, muss nun die Doppelbelastung aus Liga und Pokal meistern. Mit Spielern wie dem torgefährlichen Mittelfeldspieler Fabian Sessa, der bereits zwei Tore in der Liga erzielt hat, verfügt Hertha über Qualität für beide Wettbewerbe.

Der nächste Auftritt der Berliner ist bereits am kommenden Wochenende in der 2. Bundesliga geplant. Dort trifft die Mannschaft am 6. September auswärts auf den FC St. Pauli.