Hertha Berlin ist derzeit nicht in der Lage, im Olympiastadion zu trainieren. Das hat Trainer Stefan Leitl (48) am Donnerstag auf der Spieltagskonferenz kritisiert. Leitl sagte: "Es wäre schön gewesen, wenn wir auch mal drin hätten trainieren dürfen. Das ist uns leider verwehrt worden. Es ist anscheinend schwierig, dort Zeiten zu finden, in denen die Hertha dort trainieren darf." Eine deutliche Kritik an der Olympiastadion Berlin GmbH - die diesen Vorwurf nicht auf sich sitzen lassen will.

Stadion-Chef Timo Rohwedder sagt: "Wir verstehen die Aufregung des Trainers nicht. Die Anfrage von Hertha BSC kam sehr kurzfristig, und unser Rasenpfleger wurde leider zu spät in die Überlegung einbezogen. Am Montag war der Platz aber noch in voller Saisonvorbereitung mit vorgesehener Belüftung des Rasens, Walzen und anschließender Linierung und so weiter. Dass wir Hertha Training anbieten, ist doch selbstverständlich. Wir haben sofort zwei andere Tage vorgeschlagen, die dann aber offenbar nicht in den Trainingsplan passten." Rohwedder weiter: "Hertha hat uns gegenüber intern auch zugegeben, dass sie zu spät mit der Planung dran waren. Dass sich der Trainer dann in der Presse über mangelnde Möglichkeiten beschwert, halten wir für entbehrlich." ## Warum es für Hertha Berlin wichtig ist

Für nächstes Jahr ist bereits mit der Teamleitung besprochen, alles früher festzulegen. Am gestrigen Donnerstag hatte es sich Leitl aber nicht nehmen lassen, wenigstens mit seinen Spielern in Turnschuhen über den Rasen zu laufen und die Kabinen zu besichtigen - um etwas Stadionatmosphäre im Vorfeld des Spiels am Samstag zu schnuppern. Derzeit ist Gustav Christensen verletzt.