Hertha BSC hat den Flügelspieler Oluwaseun Adewumi von Burnley ausgeliehen, wobei ein besonderes Vertragsdetail für den Zweitligisten vorteilhaft ist. Die Leihgebühr verringert sich für den Hauptstadtklub mit jedem Einsatz des 21-Jährigen.

Adewumi wechselte nach Berlin, nachdem ein vorheriger Leihaufenthalt bei Cercle Brügge geendet hatte. Die Belgier besaßen eine Kaufoption, konnten sich aber nicht mit Burnley über eine Ablöse einigen. Herthas Sportdirektor Benjamin Weber, Trainer Stefan Leitl und Koordinator Sami Allagui führten daraufhin erfolgreiche Gespräche mit dem Spieler. Auch Vereine aus Spanien, den Niederlanden, Belgien und Polen waren an dem Rechtsfuß interessiert, der bei Burnley noch bis 2028 unter Vertrag steht.

Die genaue Höhe der anfänglichen, sechsstelligen Leihgebühr wurde nicht öffentlich gemacht. Entscheidend ist der Mechanismus, der für Hertha BSC finanziell entlastend wirkt. Je öfter Adewumi auf dem Platz steht, desto weniger Geld muss der Klub insgesamt an Burnley überweisen. Dieses Modell wendet der Verein auch beim zweiten Neuzugang Farid Alfa-Ruprecht an, der von Bayer Leverkusen geliehen wurde. Beide Spieler sollen Tempo auf die Außenbahnen bringen.

Für Hertha ist diese Vereinbarung angesichts der angespannten Finanzlage ein geschickter Schachzug. Der Klub kann so talentierte Spieler verpflichten, ohne das Budget übermäßig zu belasten. Die aktuelle Tabelle zeigt, dass die Strategie erste Früchte trägt: Hertha BSC liegt nach vier Spieltagen auf dem zweiten Platz in der 2. Bundesliga. Die komplette Übersicht finden Sie in unseren standings.

Der Österreicher ist vielseitig einsetzbar und bringt genau die Qualitäten mit, die Trainer Stefan Leitl sucht. "Die Art und Weise wie wir spielen ist fantastisch", sagte Leitl kürzlich. Adewumi besticht durch seine enorme Schnelligkeit und Handlungsschnelligkeit. Bei seinem vorherigen Verein, dem Floridsdorfer AC in Österreichs 2. Liga, agierte er meist auf den Flügeln. Bei Cercle Brügge wurde er oft als Stürmer eingesetzt und beim FC Dundee sogar als Spielmacher.

Bei Hertha hat er sich bereits mit zwei Toren in den ersten vier Pflichtspielen empfohlen. Beide Treffer erzielte er durch Direktabnahmen in den Partien gegen Heidenheim (4:1) und Braunschweig (5:3). Seine Flexibilität ist ein großer Vorteil für die Mannschaftsplanung. Die gesamte Kaderzusammensetzung ist auf unserer squad Seite einsehbar.

Hertha BSC hat bewusst auf eine Kaufoption in Adewumis Leihvertrag verzichtet. Das gibt dem Klub maximale Flexibilität für die Zukunft. Sollte der Flügelspieler die Erwartungen übertreffen, kann man im Sommer 2024 neu verhandeln. Sollte die Entwicklung stagnieren, endet das Engagement automatisch. Es ist ein kalkuliertes Risiko, das die sportliche Leitung eingegangen ist.

Der Fokus liegt klar auf der aktuellen Saison und der Rückkehr in die Bundesliga. Mit Spielern wie Adewumi und Alfa-Ruprecht hat Hertha die Offensive verstärkt. Die nächste Gelegenheit, die beiden in Aktion zu sehen, bietet das Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg am 14. September 2024. Den kompletten Spielplan finden Sie auf unserer fixtures Seite. Adewumis Vertrag bei seinem Stammklub Burnley läuft noch bis zum 30. Juni 2028.