Am 22. August 2026 wurde bekannt, dass deutsche Sicherheitsbehörden im vergangenen Jahr ein Waffenlager in einem Wald nahe Berlin entdeckt haben. Das Lager enthielt zwei Pistolen, die Spuren auf eine Bereitstellung durch russische Geheimdienste wiesen, sowie Munition. Die Polizei deaktivierte die beiden Handfeuerwaffen, ließ sie jedoch intakt an Ort und Stelle und setzte anschließend eine Überwachung des Fundorts ein.
Der Innenminister Alexander Dobrindt erklärte, dass die Behörden mit ihren rumänischen Partnern in Kontakt seien, um die mögliche Auslieferung des Verdächtigen zu klären. Der in Rumänien festgehaltene Verdächtige wird wegen Spionage und der Planung von Anschlägen untersucht, die den Staat gefährden könnten. Dobrindt betonte, dass die Ermittlungen noch nicht abschließend seien und dass die Behörden nicht ausschließen könne, ob ausländische Mächte beteiligt seien. Der Verdächtige sei ein „Low-Level-Agent“, der angeblich keine Kenntnis von der übergeordneten Kommandostruktur habe. Weitere Operanden, darunter ein kasachischer Staatsbürger, wurden ebenfalls festgenommen, wobei diese ebenfalls angeblich uninformiert über das Netzwerk waren.
Dobrindt gab keine Details zur Identität des Verdächtigen preis, erwähnte jedoch, dass er in Verbindung mit geplanten Paketbombenanschlägen in Rumänien festgehalten werde. Die Ermittler haben das Lager seit seiner Entdeckung monatelang beobachtet, jedoch niemanden gesehen, der sich dem Ort näherte. Es wird vermutet, dass die Täter wussten, dass die Polizei die Waffen entdeckt hatte, und daher den Fundort vermieden haben.
In Bezug auf die mögliche Beteiligung Russlands verweigerte Dobrindt eine eindeutige Aussage. Er wies darauf hin, dass Deutschland täglich Ziel von Hybridkriegshandlungen sei und dass Spionage, Sabotage, Cyberangriffe oder verdeckte Operationen von ausländischen Mächten eine konstante Realität darstellen. Diese Bemerkungen folgten auf die Entdeckung eines mit Sprengstoff beladenen Drohnen bei Leipzig Airport, bei dem amerikanische Geheimdienste Russland verdächtigt haben. Die russische Botschaft in Berlin bezeichnete die Anschuldigungen als „schnellfertige Provokation“ und ein „neues Aufschwung der anti-russischen Hysterie in Deutschland“.
Die Ermittlungen laufen weiter, während die Behörden prüfen, welche Maßnahmen gegen den Verdächtigen ergriffen werden können. Die Polizei hat das Lager weiterhin unter Beobachtung, um mögliche weitere Aktivitäten zu verhindern.
