Hertha BSC hat den langwierigen Rechtsstreit mit seinem ehemaligen Geschäftsführer Fredi Bobic durch einen Vergleich beendet. Das Landgericht Berlin stellte den Vergleich am Montag fest, wie der Klub und Bobic gemeinsam mitgeteilt haben.

Der Konflikt zog sich seit Bobics Entlassung zu Beginn des Jahres 2023 hin. Der 1996er Europameister war im Sommer 2021 als Geschäftsführer zum Berliner Zweitligisten gekommen und wurde knapp anderthalb Jahre später sowohl ordentlich als auch außerordentlich gekündigt. Bobic wehrte sich juristisch gegen beide Kündigungen. Nach gescheiterten direkten Einigungsversuchen und einem bereits im Mai des Vorjahres vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich wurde der Streit nun beigelegt. Die genauen Inhalte des Vergleichs wurden nicht offengelegt, doch nach Informationen des Fachmagazins Kicker, das zuerst berichtete, zahlt Hertha BSC seinem früheren Angestellten rund vier Millionen Euro.

Das Landgericht Berlin hatte zuvor Hertha verpflichtet, an Fredi Bobic 3,35 Millionen Euro brutto aus seinem Vertrag zuzüglich Zinsen und Prozesskosten zu zahlen. Im Mai vergangenen Jahres hatte das Gericht einen Vergleich über 3,2 Millionen Euro vorgeschlagen. Hertha lehnte diesen Vorschlag damals nach Angaben Bobics zunächst ab. Die nun gefundene Einigung liegt vermutlich in einer ähnlichen Größenordnung. „Hertha zahlt seinem früheren Angestellten rund vier Millionen Euro“, sagte Fredi Bobic. Die finanzielle Belastung für den Klub ist damit beträchtlich, kommt aber einer langen und unsicheren gerichtlichen Auseinandersetzung zuvor.

Die Millionenzahlung stellt für Hertha BSC in der 2. Bundesliga eine spürbare Belastung dar. Der Klub muss seine finanziellen Ressourcen klug einteilen, um im sportlichen Wettbewerb bestehen zu können. Die Ausgaben für den Kader und die laufenden Betriebskosten bleiben die Priorität. Fans können den aktuellen Kader auf unserer Mannschaftsseite einsehen. Die Einigung mit Bobic schafft nun Planungssicherheit und beendet eine kostspielige rechtliche Ungewissheit. Die Klubführung kann sich wieder voll auf die sportliche Entwicklung konzentrieren.

Mit dem beigelegten Rechtsstreit ist ein Kapitel der jüngeren Klubgeschichte abgeschlossen. Hertha BSC kann sich nun voll auf die Herausforderungen der laufenden Saison in der 2. Bundesliga konzentrieren. Die aktuelle Tabellensituation ist auf unserer Tabelle nachzuvollziehen. Die nächsten anstehenden Pflichtspiele finden sich im Spielplan. Die finanzielle Einigung mit Fredi Bobic befreit den Klub von einer großen Unbekannten im Budget. Die Verantwortlichen um den aktuellen Geschäftsführer müssen nun beweisen, dass sie die finanziellen Mittel effizient für den sportlichen Aufstieg einsetzen können. Die Zukunft des Klubs hängt maßgeblich von den Leistungen auf dem Platz ab.

Die Einigung markiert das endgültige Ende der Zusammenarbeit zwischen Hertha BSC und Fredi Bobic. Beide Seiten haben damit einen Schlussstrich unter eine für alle Beteiligten belastende Phase gezogen.